Aus gegebenem Anlaß möchte ich auf Basis ernstzunehmender Statistiken zu Kriminalfällen darauf hinweisen, daß das einfachste Mittel, zukünftig solche Amokläufe wie den sehr kürzlich in den USA geschehenen, beliebig unwahrscheinlich zu machen, folgendes ist: Man sollte die Verbreitung von Killerspielen nachdrücklich fördern. Der Zusammenhang wird beim Blick auf folgendes Bild völlig klar. Sehr interessant ist, daß die Kurve sehr steil abfällt. Obwohl es sehr unwahrscheinlich ist, daß es jemals möglich sein wird, die x-Achse zu schneiden und durch massive Verbreitung von Killerspielen (evtl. sogar im Schulunterricht) negative Opferzahlen zu erreichen, gibt doch der bisherige Verlauf einiges her. Da ist noch einiges an Potential drin. Zwar bleibt die Ursache ungeklärt, aber Statistik lügt bekanntlich nie. Es wäre auch deutlich einfacher, einige Millionen Steuergelder in die Verbreitung von Killerspielen zu investieren, als – wie von Statler angedacht – einfach Frauen zu verbieten oder gar die Waffengesetze in den USA zu verschärfen.
Bild von: http://www.irrlicht3d.org/pivot/entry.php?id=469



Hi.
Ob das wirklich eine Lösung ist mit den Spielen bezweifle ich.
Es müsste eigentlich nur das Waffengesetz geändert werden.
Bei uns in Europa geht das doch auch.
David
Ich glaube, dass weder irgendwelche Waffengesetze noch Killerspiele einen maßgeblichen Einfluss auf Amokläufe haben.
Waffengesetze und die damit höhere Verbreitung von Waffen mag höchstens einen Einfluss auf die Zahl von Waffenopfern haben, man dreht aber nicht durch weil man eine Waffe hat.
An Waffen kommt man auch bei weniger liberaler Gesetzgebung, wenn man Amok laufen will.
Einem Amoklauf mit mehreren Opfern kann durch die Liberalisierung der Waffengesetze sicher entgegen gewirkt werden: Der Täter wird kaum Gelegenheit haben, Opfer Nr. 2 zu erwischen.
Ich glaube, dass weder eine Änderung des Waffengesetztes noch die Förderung von Killerspielen etwas bringt. Unser Problem liegt in den sozialen Strukturen unserer Gesellschaft! Wenn Eltern soviel arbeiten müssen, dass die Kinder an Langeweile eingehen, ist dich irgend etwas falsch – oder?
Leider ist es nicht so einfach, wie „Der Täter wird kaum Gelegenheit haben, Opfer Nr. 2 zu erwischen.“ – Leider nicht…
@David
Diese Verfassungsänderungen sind in den USA alles andere als einfach. Sehr gute Erklärung dazu bei http://usaerklaert.wordpress.com/2007/04/18/zu-virginia-tech-verfassungsanderungen/
Dafür wird sich keine Mehrheit finden.
@Dirk
Ich halte es auch für extrem unwahrscheinlich, daß eine weitergehende Liberalisierung des Waffenrechts irgendetwas zum Positiven verändert. Andererseits glaube ich auch nicht, daß es überhaupt möglich sein wird, durch Verschärfung des Waffenrechts Waffen in nennenswertem Umfange aus dem Verkehr zu ziehen, weil die meisten schlicht und ergreifend zögern würden, ihre Waffen abzuliefern. Bis so ein Gesetz greift, vergehen gut und gerne 50 Jahre.
Ich finde die Vorstellung einfach völlig unangenehm, daß um mich herum überall Leute mit Waffen laufen. Abgesehen von solchen Amokläufen führt es nämlich einfach dazu, daß diese Dinger auch benutzt werden. Jedes Eifersuchtsdrama wird da gleich lebensgefährlich. Deswegen wäre ich beispielsweise hier auf keinen Fall für eine Liberalisierung des Waffenbesitzes.
Die Verschärfung von Waffengesetzen wirkt sich meiner Meinung nach nur auf die Alltagskriminalität aus. Es wären langfristig gesehen weniger Waffen im Umlauf, die dann in die Hände von Kleinkriminellen oder Jugendgangs landen könnten. Aber wer einen Amoklauf mit vielen Toten lange und detailiert plant, der wird immer einen Weg finden auf dem Schwarzmarkt an eine Waffe zu kommen. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Das gilt auch für Verrückte!
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