„Warum wird die Zweisprachigkeit mit Englisch und Französisch als wichtige Qualifikation gefördert, Türkisch aber nicht?“
fragt sich die mittlerweile zur Integrationsbeauftragten der SPD degradierte baden-württembergische SPD-Vorsitzende Ute Vogt, und fordert die Einführung von Türkisch als 2. Fremdsprache an deutschen Schulen.
Hier einige mögliche Antworten:
1. Englisch und Französisch sind wichtige internationale Amtssprachen und Amtssprachen in der EU.
2. Englisch und Französisch sind sowohl als Muttersprachen, als auch als Fremdsprachen viel weiter verbreitet als Türkisch.
3. Die Wirtschaftskraft der Türkei wird die von Großbritannien, Frankreich und erst Recht die der Vereinigten Staaten wohl auch mittelfristig nicht übersteigen.
Gegenfrage: Warum nicht Chinesisch, Polnisch, Tschechisch oder Russisch? Da boomt die Wirtschaft ebenfalls, und es leben viele Menschen aus diesen Ländern in Deutschland. Aber Frau Vogt muss ja auch nicht mehr die Schulbank drücken und wäre von dieser Maßnahme natürlich nicht betroffen.
Begeistert von Ute Vogts Vorschlag ist auch Kenan Kolat, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Er geht sogar noch weiter, und fordert die Möglichkeit, das Abitur auf Türkisch ablegen zu können. Ein weiteres Beispiel für das mittlerweile berühmt-berüchtigte besondere Verständnis mancher Türken von “Integration”.


Wenn es nach der Wirtschaftskraft geht würde ich Chinesisch(Mandarin) vorschlagen. China ist nunmal die kommende Wirtschaftsmacht.
Ansonsten, wenn man von der Verbreitung ausgeht, wären auch Portugiesisch und Spanisch denkbar. Außerdem sind beides EU-Länder.
So. Warum nicht? In manchen Schulen wird Spanisch-LK (heute heißt das anders) angeboten, in anderen Russisch. Warum nicht Türkisch? Das beste Argument wäre, dass hierzulande Türken die größte Minderheit sind, und es überhaupt nicht schadet, ein paar Brocken türkisch zu verstehen. Schon allein um judenfeindliche Flüche entsprechend zu erwiedern.
Ich fände Türkisch-Unterricht nicht weiter schlimm und sogar angebracht, wenn dieser vorschlag nicht den unangenehmen Beigeschmack des Appeasements gegenüber Erdogan hätte.
Grundsätzlich dagegen bin ich ja auch nicht. Solange eine Wahlmöglichkeit besteht wäre es ok. Aber ich hätte in meiner Schulzeit wohl lieber Spanisch oder Chinesisch gelernt.
Der Punkt ist doch auch, dass Frau Vogt ein besonderes Verständnis “Integration” hat. In diesem einen Satz, der für Ba-Wü schon sehr fortschrittlich ist, aber harmlos bleiben darf (…noch sehr unterrepräsentiert, Sprache kann anerkannt werden, die Sozen wollen die Türkei auch nicht so schnell in der EU haben…), macht sie schlapp ihre Arbeit, nicht mehr.
Eigentlich kein Grund sie durch Erwähnung zu ehren, Herr Präsident.
Ich bin ein besonderer Fan von Frau Vogt und wollte Ihrer Karriere mit dieser Erwähnung eben einen kleinen Schub geben.