
I love China town, although I wish they’d stop picking on Tibet town!
meint Lisa Simpson. Blödsinn, meint die weise Kommunistische Partei Chinas. Die “Dalai-Clique” plant nämlich Selbstmordanschläge. Jawohl!
Antwort auf chinesische Medienkritik: BBC World (deren englischsprachige Website in China mittlerweile frei zugänglich ist), hat sich nun die Mühe gemacht auf die teilweise hysterische und beleidigende Kritik an den westlichen Medien aus China zu antworten. In einem ruhigen und sachlichen Ton an dem sich die nationalistischen Hitzköpfe in der KP mal ein Beispiel nehmen sollten.
China und Nepal: Die chinesische Botschaft in Kathmandu setzt die nepalesische Regierung unterdessen weiter unter Druck und fordert sie dazu auf, auch weiterhin gegen die “anti-chinesischen Aktivitäten” der Exil-Tibeter in Nepal vorzugehen. Die Botschaft ist anscheinend direkt in die Niederschlagung von Protesten involviert. Für die Unfähigkeit und Brutalität der nepalesischen Polizei kann die KP ja schließlich nicht verantwortlich gemacht werden. Und es lenkt vom Vorgehen chinesischer Sicherheitskräfte in Tibet ab. Und davon gibts ja eh kaum Bilder…
Linkspartei eilt KPCh zur Hilfe: Auch eine Abgeordnete der Linken.PDS.SED.DKP in der Hamburger Bürgschaft meldete sich nun zu Wort. Sie verglich den Dalai Lama mit dem iranischen “Revolutionsführer” Ajatollah Chomeini, lobte die Entwicklung der VR China und kritisierte die “Undifferenziertheit” der Debatte über das chinesische Vorgehen im besetzten Tibet (mehr dazu bei den Kollegen von No Blood for Sauerkraut und NUB). Die Angst vor einer “Wiederauferstehung” der tibetischen Theokratie scheint in gewissen Kreisen doch sehr weit verbreitet zu sein. Den Chinesen dient sie allerdings eher als Vorwand für eine anhaltende Besatzung Tibets. Für sie wäre ein freies, demokratisches Tibet noch viel schlimmer.

