Eigentlich war ich ja davon überzeugt, dass die Kollegen Diskus und Paul die Zwergenkaufmänner der Woche bereits aufgespürt hätten. Weit gefehlt! Ein Interview in der FAZ mit dem in “Moçambique” lebenden schwedischen Autor Henning Mankell toppt die bizarren Aussagen deutscher Ex-Bundeskanzler und afghanischer Taliban-Führer tatsächlich noch. Hier ein kleiner Einblick in ein offensichtlich krankes Hirn:
Wenn es einen terroristischen Staat auf der Welt gibt, ist das Amerika. Außerdem glaube ich, dass der Westen neidisch auf den Erfolg der Chinesen in Afrika ist. Also kritisieren wir die Chinesen hintenherum.
Hintenrum? Ich dachte wir machen das zu direkt…
Es ist lächerlich, dass manche Leute nicht zur Eröffnungsfeier gehen wollen, aber wohl zu den Wettbewerben. Erzählt mir doch nicht, dass das eine politische Tat wäre! Dann müssten wir auch sämtliche Sportveranstaltungen in den Vereinigten Staaten boykottieren.
Äh, ja… Du vielleicht, ich aber nicht.
Ein paar Leute werden sich ärgern, weil ich Mao verteidige – und Robert Mugabe. In Europa versteht man nicht, in welchem Dilemma Mugabe noch bis vor ein paar Jahren mit den weißen Farmern in Zimbabwe steckte. Heute scheint er ein Wahnsinniger zu sein, damals war er es aber nicht.
Genau. Vor ein paar Jahren war Mugabe noch ganz normal. Damals war der Ozean auch noch lila… Und Antilopen haben Tiger gejagt. Das waren noch Zeiten!
Mugabe war ein sehr kluger Befreiungspolitiker. Seit er 1980 ins Amt kam, hat er die weißen Farmer immer wieder aufgefordert, mit ihm gemeinsam an der Landreform zu arbeiten. Aber die Weißen haben darauf nicht reagiert, und das ging so lange, bis es eben nicht mehr ging. Was danach aus ihm wurde, ist lächerlich, da würde ich ihn nie verteidigen. Aber eines der Probleme, die Afrika hat, ist die Berichterstattung der westlichen Massenmedien. Sie beklagen die getöteten weißen Farmer – aber wer klagt über all die besitzlosen Menschen, die jahrelang auf einen kleinen Flecken Land gewartet haben?
Richtig. Und die wirtschaftlichen Probleme des Landes (100.000% Inflation, Hunger und Armut) sind natürlich keine Folgen dieser “klugen Befreiungspolitik” und der Landreformen. Daran sind die westlichen Massenmedien mit ihrer “verzerrten” Berichterstattung schuld. Wahrscheinlich gibts in Simbabwe gar keine Inflation und die Menschen baden in Milch und Honig.
Was für eine Knalltüte!


Seine Krimis sind ja schon den A..äh für den Papierkorb.
Seine Ansicht zu Simbabwe und Mugabe ist aber an Dummheit nicht zu überbieten.
Mugabes “Landreform” war als “Belohnung” für seine Partei- und Freiheitskämpfer gedacht. Dabei waren die weißen Farmer, zusammen mit ihren Angestellten für die Nahrungsversorgung des Landes zuständig. Nachdem Mugabe seine Hunde von der Kette gelassen hat und die Farmer in Scharen flüchteten, flüchteten auch die, die von Landwirtschaft Ahnung hatten, nämlich die Angestellten die öfters massakriert wurden. Danach saßen auf den Ländereien Menschen, die von der ganzen Sache nicht den Hauch einer Ahnung hatten.
Für Mugabe war das alles Kalkulation um die Leute bei Laune zu halten.
Das sollte Mankell, wenn er in Mocambique lebt eigentlich wissen, falls nicht, sowohl Angola als auch Mocambique freuen sich ein Loch in den Bauch über die weißen Farmer. Man nennt die auch dort “ein Wink der Götter.” Aber vielleicht ist L’Afrique auch nur vom Westen kontrolliert.
@taylor1944: In dem Fall können Sie das Wort “Arsch” ruhig ausschreiben. Die Aussagen Mankells zeugen schon von einer gnadenlosen Ignoranz gegenüber dem simbabwischen Volk. Sie passen aber sehr gut in die momentane “Der-Westen-darf-der-Welt-keine-Vorschriften-machen”-Stimmung von Schmidt und Co.. Frei nach dem Motto: “Vielleicht wollen die Leute in Simbabwe ja gar nicht essen”. Nur weil wir Europäer jeden Tag essen. Jedem das Seine. Und hauptsache mir das Meine!
[...] Mr. President bringt es auf den Punkt. Dieser Eintrag wurde von DF am Fr, 23. Mai 2008 um 21:51 geschrieben, abgelegt unter Kleinigkeiten, Quite Quotable und getagged zitat. Setze ein Lesezeichen zum Permalink. Verfolge alle Kommentare zu diesem Eintrag mit dem RSS-Feed dafür. Kommentiere oder hinterlasse ein Trackback: Trackback URL. « Gysi recht zu geben fällt mir schwer [...]
Vielleicht wollen die Leute in Simbabwe ja gar nicht essen
Großartig. Das erklärt überhaupt einiges. Daß ich da noch nicht früher drauf gekommen bin.
[...] Absatz erinnert mich sehr an die Mugabe-Verteidigungsrede von Schwarzers Knallchargenkollegen Henning Mankell. Wahnsinn! Die Bedeutung dieser Worte scheinen [...]