Auf dem Schild steht: „Die Bevölkerung des Katatsrophengebiets dankt der Kommunistischen Partei!“ (Quelle)
Dieser Fall von Selbstbeweihräucherung ist etwas makaber. Bei dem Erdbeben in der Provinz Sichuan am 12. Mai diesen Jahres kamen vermutlich über 70.000 Menschen ums Leben, darunter viele Schüler. Korrupte Kader und skrupellose Bauunternehmer haben jahrzehntelang Bauvorschriften missachtet und beim Bau der Schulen gepfuscht. Viele Gebäude der Lokalverwaltungen blieben dagegen stehen. Die vielgelobte Transparenz der chinesischen Behörden bei der Berichterstattung über das Beben fand dann auch ihre Grenze beim Thema der eingestürzten Schulen. Proteste trauernder und wütender Eltern wurden von der Polizei sofort unterbunden. Die ältere Dame, die das obige Foto aufgenommen und die dazugehörigen Texte verfasst hat, befindet sich mittlerweile ebenfalls in der sicheren “Obhut“ der Kommunistischen Partei. Auch in anderen Regionen scheinen die Chinesen mit der Partei und ihren lokalen Kadern unzufrieden zu sein.
Aber wer weiß, vielleicht habe ich ja nur nicht begriffen, „…dass verschiedene Kulturen verschiedene Wertvorstellungen entwickelt haben und auch die Meinungsfreiheit unterschiedlich hoch angesehen ist.“ (via Zeitung für Schland). Das scheinen auch viele protestierende Chinesen nicht begriffen zu haben. Oder ich bin ein undankbarer Kettenhund des Imperialismus im Dienste der CIA, der versucht den friedlichen Aufstieg des harmonischen China durch Schlechtmacherei und Unterstützung für Separatismusbewegungen zu verhindern. Könnte beides sein.


