Fünf Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking wurden gestern bei einem Anschlag islamistischer Terroristen in der Stadt Kashgar („Autonome Region“ Xinjiang) 16 chinesische Polizisten getötet. 16 weitere wurden verletzt. Die beiden Täter sind vermutlich Angehörige der „East Turkestan Islamic Movement“. In Xinjiang gibt es verschieden Gruppen, die gegen die chinesische Herrschaft kämpfen. Neben Tibet handelt es sich bei Xinjiang um die politisch instabilste Region Chinas.
Schon 2005 schrieb Hayder Mili über Kashgar:
Kashgar: Last Islamic Stronghold
The birthplace of the short-lived Islamic state of Turkestan founded by a religious scholar named Sabit Damolla in 1933, Kashgar is the cultural and religious center of Xinjiang as well as the stronghold of the religious component in the Uighur insurgency. In April 1990, the city of Baren (a suburb of Kashgar), was the scene of a religious uprising which resulted in hundreds of arrests and scores of fatalities. Following the incident, a high ranking Chinese official disclosed that the authorities had uncovered at least seven separatist groups suspected of having foreign links.
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Because of its geographical location and historical role as a trade and cultural nexus, Kashgar was not only a target for Islamists wishing to spread Salafism among the Uighurs, but also for drug traffickers coming in through the Karakoram highway. In the late 1990s, at the height of opium production in Afghanistan, heroin and opium started to make its way to Xinjiang as demand was strong following years of heroin supply from Yunnan province which borders the golden triangle.
Mehr über die Seidenstraße als Drogenstraße bei China Brief – Xinjiang: An Emerging Narco-Islamist Corridor?
Etwas übers Ziel hinausgeschossen sind dann allerdings chinesische Polizisten, die zwei japanische Journalisten verprügelten als diese über den Anschlag berichten wollten. So etwas sollte man als Olympia-Gastgeber eigentlich vermeiden. In Erwartung des schon einsetzenden (und völlig berechtigten) Sturmes der Entrüstung in der internationalen Presse hat sich die chinesische Polizei dann auch gleich bei ihren Opfern entschuldigt. Schuld sind die Japaner an dem Zwischenfall aber natürlich trotzdem selbst, wie aus dem entsprechenden China Daily-Artikel deutlich herauszulesen ist. Ein ordentlicher chinesischer Kommunist entschuldigt sich eben nicht… Wobei die Polizei in Xinjiang anscheinend auch ganz nett sein kann.
Weitere Artikel by China Brief zum Thema Terrorismus in und aus Xinjiang:
Elizabeth van Wie Davis – Terrorism and the Beijing Olympics: Uyghur Discontent
Stepehen Blank – Instability in Tibet and Its Repercussions for Xinjiang


Na gut, diese Terroristen sind natürlich Idioten wie alle Terroristen. Das sollte an allererster Stelle mal gesagt werden. Was natürlich nicht ausschließt, daß auch chinesische Polizei und Medien von Idioten durchsetzt sein können.
Ne, das ist natürlich nicht ausgeschlossen. Idioten gibts leider überall…