Erinnert sich hieran noch jemand? Vorzugsweise Leute, die jetzt „Marktversagen!“ schreien? Es ist einigermaßen ernüchternd, kurz einen Blick auf die ersten paar Absätze des Artikels zu werfen:
In a move that could help increase home-ownership rates among minorities and low-income consumers, the Fannie Mae Corporation is easing the credit requirements on loans that it will purchase from banks and other lenders.
The action, which will begin as a pilot program involving 24 banks in 15 markets — including the New York metropolitan region — will encourage those banks to extend home mortgages to individuals whose credit is generally not good enough to qualify for conventional loans. Fannie Mae officials say they hope to make it a nationwide program by next spring.
Fannie Mae, the nation’s biggest underwriter of home mortgages, has been under increasing pressure from the Clinton Administration to expand mortgage loans among low and moderate income people and felt pressure from stock holders to maintain its phenomenal growth in profits.
In addition, banks, thrift institutions and mortgage companies have been pressing Fannie Mae to help them make more loans to so-called subprime borrowers. These borrowers whose incomes, credit ratings and savings are not good enough to qualify for conventional loans, can only get loans from finance companies that charge much higher interest rates — anywhere from three to four percentage points higher than conventional loans.
via: Freakonomics


Mit anderen Worten: an dem Untergang Fannie Maes war nicht in erster Linie Bush schuld, sondern Clinton.
Was widerum genau das bewahrheitet, was ich für den zukünftigen Präsidenten vorhergesagt habe:
(…) Es sind die Folgen mit denen Barack Obama bzw John McCain zu kämpfen haben. Folgen der Vorgängerregierung, die sie unverschuldet zu bewältigen haben, für die sie aber dennoch verantwortlich gemacht werden, da es für den geneigten Bürger ja während ihrer Zeit passiert. (…)
Den ganzen Artikel gibts hier:
http://roterhai.wordpress.com/2008/09/24/macht-einfluss-nein-danke/
Die, die jetzt „Marktversagen“ schreien, blicken einfach nicht weit genug über ihren Teller hinaus. Getoppt werden sie nur noch von der Talkrunde bei Anne Will zum Thema Kapitalismus. Dort war auch Sara Wagenknecht eingeladen, bekennende Anhängerin eines Systems, das gleich mehrfach zusammengekracht ist.
Gut, dass die meisten Leute nur über ein Kurzzeitgedächtnis verfügen. Alles was länger als ein Jahr her ist wurde für immer verdrängt. Aber für den momentanen Anti-Wall Street-Populismus wäre das wohl sowieso irrelevant.
Jaja, die Leute vergessen allgemein gern und wundern sich dann, wenn sie nicht in der scheinbar so heilen Welt leben, in der sie sich sonst immer wägen.
Gruß
AMUNO
das schlimme ist immer, dass nachher alle gut wissen, wie man vorher alles haette besser machen koennen, aber leider nicht getan hat…. schade, dass die fehler von damals auch heute noch gemacht werden und in zukunft immer noch gemacht werden.
Das stimmt wohl. Das scheint mir eine ziemlich gute Beschreibung des Phänomens „Leben“ zu sein.
O tempora o mores.
die bereicherung derer, die an den sogenannten „schrottpapieren“ verdient haben, ist leider nicht mehr rückgängig zu machen. die haben ihr geld in trockenen tüchern.
es ist wie immer in der wirtschaft: die dreisten gewinnen (leider)