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Archive for the ‘Klimawandel’ Category

Das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell ist auch ein normativ unhaltbarer Zustand, denn es gefährdet die Stabilität des Klimasystems und damit die Existenzgrundlagen künftiger Generationen. Die Transformation zur Klimaverträglichkeit ist daher moralisch ebenso geboten wie die Abschaffung der Sklaverei und die Ächtung der Kinderarbeit.

Aus dem „Hauptgutachten 2011“ des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)“. Nach über einem Monat Fukushima-„Megagau“-Panikmache bin ich des Kopfschüttelns müde geworden…

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„Auch der beobachtete Rückgang der Alpengletscher ist nicht mit der Erwärmung Mitteleuropas von 1°C seit 1850 zu erklären, denn 1°C mehr kann nur eine Höhenverschiebung der Schneefallgrenze um 150m zur Folge haben, nicht aber ein Abschmelzen der hochgelegenen Gletscher. Dieser Prozess muss strahlungsbedingte Ursachen haben. Industrialisierung und Urbanisierung führten durch Staub- und Rußemissionen über lange Zeit zu einer Verschmutzung der Gletscher; die Folge war eine Verringerung ihres Reflexions- und entsprechend eine Erhöhung ihres Absorptionsvermögens bezüglich der Sonnenstrahlung. Sowohl durch die Luftreinhaltungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte als auch, wie noch gezeigt wird, durch eine Zunahme der Solarstrahlung stieg die Intensität der vom Gletscher absorbierten Strahlung und führte so zum verstärkten Abschmelzen.“

Über den solaren Einfluss auf den Klimawandel seit 1701 ist ein recht überzeugender Text. Auch gut lesbar: Ein Interview des Autors Malberg mit dem Magazin Cicero, der übrigens kein interessierter Amateur ist, sondern ehemaliger Direktor des Instituts für Meteorologie der FU Berlin. Und ihm wurde prompt ein Maulkorb verpaßt.

via: zettelsraum.blogspot.com

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Die Redaktion des bekannten naturwissenschaftlichen Magazins „nature“ ist der Ansicht, daß die vielfach zitierten E-mails, die ein schlechtes Licht auf die Arbeitsweise der exponiertesten Klimaforscher werfen lassen, keine Hinweise auf unsaubere wissenschaftliche Ergebnisse liefern.

One e-mail talked of displaying the data using a ‘trick’ — slang for a clever (and legitimate) technique, but a word that denialists have used to accuse the researchers of fabricating their results.

Der Trick, von dem hier die Rede ist, sei also ganz normaler wissenschaftlicher Slang für eine clevere (und legitime) Herangehensweise, ein Problem zu lösen. Schauen wir uns kurz an, welcher Trick hier gemeint ist (schauen Sie sich diesen Beitrag des finnischen Fernsehens an, es gibt drei Teile)

„I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps to each series for the last 20 years to hide the decline“.

Bezeichnenderweise heißt der Trick hier „nature trick“, womit die Zeitschrift selbst gemeint ist, und nicht die Natur. „The decline“ meint hier die Temperatur, die aus Messungen von Baumringen abgeleitet wurde, ein übliches Verfahren, um die Temperatur auf Jahrtausendskala zurückzurechnen. Dies ist notwendig, weil direkte Temperaturmessungen noch nicht besonders lange zur Verfügung stehen. Kein Problem soweit. Das Problem entsteht erst dann, wenn Baumringmessungen und direkte Temperaturmessungen (von jetzt) divergierende Ergebnisse zeigen. Die Baumringe zeigen eine Temperaturabnahme, während die richtigen Temperaturmessungen eine Zunahme zeigen. Das heißt anders herum, daß es früher ziemlich wahrscheinlich wärmer war als gedacht. Und damit ist die schöne globale Erwärmungshypothese gefährdet. Der Trick ist jetzt, die tatsächlichen Klimadaten so zu wichten, daß die heutigen Temperaturen besonders hoch aussehen. Und das ist definitiv nicht legitim! Schon gar nicht, wenn man den Trick in der Veröffentlichung nichtmal erwähnt. Weiß der Teufel, was nature da geritten hat.

Hier ist eine schöne Illustration des Tricks: http://wattsupwiththat.com/2010/01/04/coal-creek-redux/

Nebenbei ist auch der generelle Sprachgebrauch in dem nature-Editorial interessant, dessen Verfasser leider nicht namentlich genannt wird. Klimaskeptiker werden denialists genannt. Was ist das? Das sind Verfechter des „denialism“, laut wikipedia folgendermaßen charakterisiert:

Denialism describes the situation where some people choose to deny reality as a way to avoid anuncomfortable truth:[1] „[it] is the refusal to accept an empirically verifiable reality. It is an essentially irrational action that withholds validation of a historical experience or event.“

Es scheint mir hier nicht angebracht. Jemand, der Rohdaten sehen will, bevor er wissenschaftliche Erkenntnisse glaubt (so etwas ist nicht ohne Grund Pflicht in allen wissenschaftlichen Disziplinen außer Klimaforschung), sollte nicht als Leugner verunglimpft werden.

The broad use of the word „denialism“ is controversial, as it has been criticized as a polemical method of suppressing non-mainstream views.

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Was will uns dieser Artikel sagen? Der Leser erfährt, daß Frankreich äußerst emissionsarm Energie produziert. Aber:

Allerdings spielt Paris die Musterrolle nur deshalb, weil das Land beinahe ausschließlich auf Atomkraft setzt: 85 Prozent der Stromerzeugung werden von 58 Meilern des Elektroproduzenten EDF produziert – Frankreich ist eine durch und durch nukleare Nation.

Und:

Und genau das wird ihr jetzt zum Verhängnis.

Wieso? Wer jetzt zuerst denkt (so wie ich), daß die AKWs in Frankreich daran Schuld sind, irrt. Zur Erklärung: In Frankreich kümmert sich das Wetter nicht um die aktuelle katastrophale Erderwärmung (Merke: Wetter != Klima). Es gibt eine Menge Kälte und Schnee, und in Frankreich wird gern mit Strom geheizt, also gibt es gerade Importbedarf. Der Strombedarf wäre genauso hoch, falls Frankreich statt AKWs Kohlekraftwerke verwenden würde.

Also was will uns SPON hier vermitteln?

  1. Häme über den unzuverlässigen Atomstrom: „Ein knappes Dutzend AKWs sind derzeit wegen Wartungsarbeiten nicht am Netz, mehrere „kleine Störfälle“, zuletzt im südlichen Departement Ardèche, sorgten für Ausfälle.“, man beachte die Anführungszeichen bei kleine Störfälle, wahrscheinlich waren es eigentlich Kernschmelzen, denn in AKWs gibt es nie kleinere Störfälle, immer nur GAUe.
  2. Häme über Frankreich? Wie dumm die „Atomstrom-Nation Nummer 1“ doch ist, man „… macht ernsthaft die harsche Kaltluftfront für die „gespannte Lage“ verantwortlich“
  3. Der Spiegel will einmal kurz unfaßbare Frankreichkenntnisse dokumentieren („sieht die akute Lage der Grand Nation düster aus“); eine Lesart,  die sich aber durch den Schreibfehler an der falschen Stelle aber schon sofort wieder erledigt.

Und das war dann wohl mal wieder nix mit dem guten Journalismus.

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Es geht um den Weltklimagipfel in Kopenhagen. Christian Schwägerl hat die Details:

[…] dem Spitzentreffen droht ein Desaster: Statt an die Zukunft der Menschheit zu denken, verfolgen viele Verhandler ihre eigene Agenda. SPIEGEL ONLINE stellt die wichtigsten Akteure und ihre wahren Ziele vor.

(Hervorhebungen von mir) Gut, daß wenigstens einer die wahren Ziele kennt. Eins ist sicher. Der Klimawandel muß bleiben, denn sonst hat Schwägerl keinen Job mehr.

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Das gute alte Ozonloch …

… ist nun angeblich für die Abkühlung (sic!) der Antarktis verantwortlich.

Das Loch in der Ozonschicht hat den Effekt einer natürlichen Klimaanlage.

und

…. habe die treibhausgasbedingte Erwärmung mehr als kompensiert, sodass es insgesamt zu der beobachteten Abkühlung gekommen sei.

Na, schön daß wir das Ozonloch haben, würde ich sagen. Aber ohne Panikmache kommen die Klimatologen nicht so richtig aus.

Die Forscher sagen allerdings voraus, dass der kühlende Effekt nachlassen wird. Die Region werde in Zukunft die vollen Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen. Wenn sich das Ozonloch bis etwa 2070 wie erwartet erholt, könne es zu einer „Umkehr des Abkühlungstrends in der Antarktis“ kommen.

Das könnte nun wirklich interessante Lösungsvorschläge aufbringen. Wie wär’s mit einem Revival der hübschen FCKW-Sprühdosen oder -Kühlschränke, damit die Antarktis nicht schmilzt?

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Weniger ist mehr. Auch beim CO2. Denn:

„Würden alle Atomkraftwerke unbeschränkt weiterlaufen, hätte dies einen Emissionseffekt von insgesamt 441 Millionen Tonnen Kohlendioxid“ allein für den Zeitraum 2013 bis 2020, heißt es in einem internen Vermerk des Umweltbundesamts. Atomstrom, der mit Uran als Brennstoff produziert wird, würde Strom aus Kohle und Erdgas verdrängen, bei dessen Erzeugung CO2 frei wird. 441 Millionen Tonnen sind eine erkleckliche Menge: Das wäre so, als würde ganz Deutschland ein halbes Jahr lang gar kein Kohlendioxid ausstoßen.

Na, das nenne ich mal gute Nachrichten, oder? Dann ist ja klar, was man machen muß, oder? Aber denkste

Unter den heutigen Rahmenbedingungen wäre durch den schwarz-gelben Atomplan für den Klimaschutz „nichts gewonnen“, eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke würde „wahrscheinlich sogar dem Klimaschutz schaden“.

Warum? Weil die EU-Staaten die CO2-Quoten bis 2020 schon festgelegt haben. Jede zu schnelle Reduktion des CO2-Ausstoßes ist also unerwünscht, denn der Preis, der nunmehr für CO2-Ausstoß bezahlt werden muß, sinkt dementsprechend. SPON fällt dazu folgende Schlagzeile ein: „Atomkraft macht Klimakiller billiger!“ Ich würde ganz gern wissen, ob so verschwurbelt auch dann argumentiert würde, wenn plötzlich irgendeine andere Technik einen derartigen Fortschritt ermöglichen würde. Zum Beispiel würde ich gerne mal lesen: „Windräder machen Klimakiller billiger!“, denn das stimmt hier ja genauso. Nur der unfaßbaren Ineffektivität von regenerativen Energien ist es also zu verdanken, daß wir sowas nicht lesen müssen. Gott sei Dank.

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