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Archive for the ‘Medien’ Category

39 Prozent der Deutschen sind besorgt, dass Radioaktivität aus Japan auch nach Deutschland gelangen und hier Luft, Wasser und Lebensmittel verunreinigen könnte.

Diese Zahl aus einem „DeutschlandTrend Extra“ der ARD erklärt zumindest, weshalb so viele unserer geschätzten Mitbürger_Innen plötzlich Jodtabletten konsumieren und mit einem Geigerzähler durch den Vorgarten laufen. Viele weitere Fragen zur derzeitigen geistigen Verfassung unserer Nation bleiben allerdings offen.

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Was will uns dieser Artikel sagen? Der Leser erfährt, daß Frankreich äußerst emissionsarm Energie produziert. Aber:

Allerdings spielt Paris die Musterrolle nur deshalb, weil das Land beinahe ausschließlich auf Atomkraft setzt: 85 Prozent der Stromerzeugung werden von 58 Meilern des Elektroproduzenten EDF produziert – Frankreich ist eine durch und durch nukleare Nation.

Und:

Und genau das wird ihr jetzt zum Verhängnis.

Wieso? Wer jetzt zuerst denkt (so wie ich), daß die AKWs in Frankreich daran Schuld sind, irrt. Zur Erklärung: In Frankreich kümmert sich das Wetter nicht um die aktuelle katastrophale Erderwärmung (Merke: Wetter != Klima). Es gibt eine Menge Kälte und Schnee, und in Frankreich wird gern mit Strom geheizt, also gibt es gerade Importbedarf. Der Strombedarf wäre genauso hoch, falls Frankreich statt AKWs Kohlekraftwerke verwenden würde.

Also was will uns SPON hier vermitteln?

  1. Häme über den unzuverlässigen Atomstrom: „Ein knappes Dutzend AKWs sind derzeit wegen Wartungsarbeiten nicht am Netz, mehrere „kleine Störfälle“, zuletzt im südlichen Departement Ardèche, sorgten für Ausfälle.“, man beachte die Anführungszeichen bei kleine Störfälle, wahrscheinlich waren es eigentlich Kernschmelzen, denn in AKWs gibt es nie kleinere Störfälle, immer nur GAUe.
  2. Häme über Frankreich? Wie dumm die „Atomstrom-Nation Nummer 1“ doch ist, man „… macht ernsthaft die harsche Kaltluftfront für die „gespannte Lage“ verantwortlich“
  3. Der Spiegel will einmal kurz unfaßbare Frankreichkenntnisse dokumentieren („sieht die akute Lage der Grand Nation düster aus“); eine Lesart,  die sich aber durch den Schreibfehler an der falschen Stelle aber schon sofort wieder erledigt.

Und das war dann wohl mal wieder nix mit dem guten Journalismus.

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Es geht um den Weltklimagipfel in Kopenhagen. Christian Schwägerl hat die Details:

[…] dem Spitzentreffen droht ein Desaster: Statt an die Zukunft der Menschheit zu denken, verfolgen viele Verhandler ihre eigene Agenda. SPIEGEL ONLINE stellt die wichtigsten Akteure und ihre wahren Ziele vor.

(Hervorhebungen von mir) Gut, daß wenigstens einer die wahren Ziele kennt. Eins ist sicher. Der Klimawandel muß bleiben, denn sonst hat Schwägerl keinen Job mehr.

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Vermummte Demonstranten, bespuckte und geschlagene Kinobesucher, der Ruf „Ihr Judenschweine!“ – die Augenzeugenberichte von einer militanten Aktion gegen den Film „Warum Israel“ erinnerten an die dreißiger Jahre. Doch stattgefunden hat sie im Jahr 2009, dort, wo wohl kaum jemand mit derartigen Übergriffen gerechnet hätte: im Stadtteil St. Pauli, einem traditionell linken Viertel in Hamburg.

Über so was wundert sich auch nur noch SPON. Linker Antisemitismus ist ja nun mal wirklich kein neues Phänomen…

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China Digital Times berichtet über die Debatte in chinesischen Internetforen, welche der stramme Nachwuchskommunist Tao Weishuo ausgelöst hat. Dieser hatte nach dem insgesamt doch ausgesprochen  zahm verlaufenen „Townhall Meeting“ Obamas mit sorgfältig ausgewählten chinesischen Jugendlichen in einem Interview behauptet, dass „alle Menschen in China Internetfreiheit genießen“. Für diesen dämlichen Kommentar wurde er danach natürlich von erbosten chinesischen Internetusern zur Schnecke gemacht. Der Internetpost, den er danach zu seiner Verteidigung verfasste, wurde mittlerweile von den Zensoren des entsprechenden Internetforums gelöscht. Quod erat demonstrandum, kann man da nur sagen…

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Deutschland punktet mit „trendigen Städten“

Deutschland konnte in mehreren Kategorien die obersten Plätze erreichen: Beim „Unkomplizierten Reisen“ und „Lebensstandard“ war es Nummer eins. In punkto „Politische Freiheit“, „Sicherheit“, „Umweltbewusstheit“, „Spitzentechnologie“ und „Konferenzstandort“ erhielt es zweite Plätze. „Die Marke Deutschland unterscheidet sich von denen anderer europäischer Länder, dass sie mit ihren innovativen und trendigen Städten wirbt“, analysiert die Studie.

Darf man eigentlich vom führenden deutschen Nachrichtenmagazin erwarten, daß die Redakteure fehlerfrei aus dem Englischen übersetzen können? Offenbar nicht.

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China als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2009? War ja klar, dass das Zusammentreffen zwischen der zensurgeilen Kommunistischen Partei Chinas und dem freien Buchmarkt für allerlei Gelegenheiten zum Kopfschütteln über die mittlerweile 60 Jahre alte Volksrepublik führen würde. Insbesondere das bizarre Verhalten der Kommunisten in Bezug auf den chinesischen Herrschaftsanspruch über Taiwan trägt mal wieder komische Züge.

Auf jedem Band prangt ein kleiner Aufkleber, auf dem auf Englisch und Chinesisch zu lesen ist: «Jede Behauptung in diesem Buch, die das Ein-China-Prinzip infrage stellt, wird zurückgewiesen.» Auf Nachfrage will niemand am China-Stand etwas von diesem Aufkleber wissen, geschweige denn eine Erklärung abgeben.

one china crazy

Das Phänomen sollte mal von einem Psychologen untersucht werden. Man bräuchte jetzt nur noch eine entsprechend große Couch…

Mehr zum Aufeinandertreffen von China und Taiwan auf der Frankfurter Buchmesse gibts hier:

DPA – Zwei Taiwans auf der Frankfurter Buchmesse

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