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Archive for the ‘Politik’ Category

Die verheerende Erdbebenkatastrophe in Japan hat erwartungsgemäß (und innerhalb kürzester Zeit) eine ganze Reihe deutscher Polit-Hyänen auf den Plan gerufen. Atomkraftgegner von ganz Links bis christlich-grün bemühen sich nach Kräften das Leid der Japaner für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Schließlich hatte man es seit Tschernobyl auch ziemlich schwer das  eigene panische Hyperventilieren auf einem einigermaßen hohen Niveau zu halten. Jetzt sehen die Hyänen endlich wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Auch wenn dabei erneut deutlich wird, dass diesen Gutmenschen ihre ideologischen Überzeugungen so viel mehr wert sind als die Bemühungen zur Rettung von Menschenleben.

Dazu ein Zitat von Kurt Beck:

„Ich will nicht mit einer so schlimmen Katastrophe Politik machen. Aber gerade unter dem Eindruck eines solchen Risikos wünschen sich wohl alle vernünftigen Menschen ganz dringend, das es beim Ausstieg aus der nicht beherrschbaren Kernkraft bleibt.“

Aber andererseits ist ja gerade Wahlkampf und da heiligt der Zweck bekanntermaßen die Mittel.

 

Update 13.03.:

Neckarwestheim zum Beispiel sei „nicht ausreichend gegen eine Kernschmelze abgesichert und liegt in einem Erdbebengebiet“, so Trittin.

Unglaublich. Es könnte also auch Deutsche_Innen treffen… Schnell Grün wählen!

Immer noch nicht überzeugt? Bundesbetroffenheitsministerin Claudia Roth legt nach:

Aus unserer Sicht darf dieser Vorfall in Japan jetzt nicht für den Wahlkampf in Baden-Württemberg benutzt werden. Aber…

(Das vollständige Plädoyer von Claudia Roth gegen die Instrumentalisierung der Erdbebenkatastrophe in Japan für den Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg finden sie hier.)

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Stanley Fish spricht in seiner Kolumne in der New York Times genau das aus, was ich auch schon seit Monaten denke. George W. Bush war nicht der beste amerikanische Präsident aller Zeiten, aber er war eben auch bei Weitem nicht der schlechteste. Die Einzigen, die das noch immer nicht einsehen, sitzen in der SPON-Redaktion. Wo auch sonst?!

Update: Jetzt nimmt sich sogar die ZEIT dieses Themas an. Dass ich das noch erleben darf!

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Die Redaktion des bekannten naturwissenschaftlichen Magazins „nature“ ist der Ansicht, daß die vielfach zitierten E-mails, die ein schlechtes Licht auf die Arbeitsweise der exponiertesten Klimaforscher werfen lassen, keine Hinweise auf unsaubere wissenschaftliche Ergebnisse liefern.

One e-mail talked of displaying the data using a ‘trick’ — slang for a clever (and legitimate) technique, but a word that denialists have used to accuse the researchers of fabricating their results.

Der Trick, von dem hier die Rede ist, sei also ganz normaler wissenschaftlicher Slang für eine clevere (und legitime) Herangehensweise, ein Problem zu lösen. Schauen wir uns kurz an, welcher Trick hier gemeint ist (schauen Sie sich diesen Beitrag des finnischen Fernsehens an, es gibt drei Teile)

„I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps to each series for the last 20 years to hide the decline“.

Bezeichnenderweise heißt der Trick hier „nature trick“, womit die Zeitschrift selbst gemeint ist, und nicht die Natur. „The decline“ meint hier die Temperatur, die aus Messungen von Baumringen abgeleitet wurde, ein übliches Verfahren, um die Temperatur auf Jahrtausendskala zurückzurechnen. Dies ist notwendig, weil direkte Temperaturmessungen noch nicht besonders lange zur Verfügung stehen. Kein Problem soweit. Das Problem entsteht erst dann, wenn Baumringmessungen und direkte Temperaturmessungen (von jetzt) divergierende Ergebnisse zeigen. Die Baumringe zeigen eine Temperaturabnahme, während die richtigen Temperaturmessungen eine Zunahme zeigen. Das heißt anders herum, daß es früher ziemlich wahrscheinlich wärmer war als gedacht. Und damit ist die schöne globale Erwärmungshypothese gefährdet. Der Trick ist jetzt, die tatsächlichen Klimadaten so zu wichten, daß die heutigen Temperaturen besonders hoch aussehen. Und das ist definitiv nicht legitim! Schon gar nicht, wenn man den Trick in der Veröffentlichung nichtmal erwähnt. Weiß der Teufel, was nature da geritten hat.

Hier ist eine schöne Illustration des Tricks: http://wattsupwiththat.com/2010/01/04/coal-creek-redux/

Nebenbei ist auch der generelle Sprachgebrauch in dem nature-Editorial interessant, dessen Verfasser leider nicht namentlich genannt wird. Klimaskeptiker werden denialists genannt. Was ist das? Das sind Verfechter des „denialism“, laut wikipedia folgendermaßen charakterisiert:

Denialism describes the situation where some people choose to deny reality as a way to avoid anuncomfortable truth:[1] „[it] is the refusal to accept an empirically verifiable reality. It is an essentially irrational action that withholds validation of a historical experience or event.“

Es scheint mir hier nicht angebracht. Jemand, der Rohdaten sehen will, bevor er wissenschaftliche Erkenntnisse glaubt (so etwas ist nicht ohne Grund Pflicht in allen wissenschaftlichen Disziplinen außer Klimaforschung), sollte nicht als Leugner verunglimpft werden.

The broad use of the word „denialism“ is controversial, as it has been criticized as a polemical method of suppressing non-mainstream views.

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Endlich sagt’s mal jemand. Das wäre mal eine Lösung:

Es wäre hier bald Frieden, wenn man Gaza, das Westjordanland und alle arabischen Länder drum herum mit ausreichend Air Condition ausstatten würde.

Begründung:

Es ist zu heiß, die Männer werden unruhig und wissen nicht, was sie tun sollen. Dann ist auch noch Ramadan oder Jom Kippur oder so, sie dürfen nichts trinken und ziehen aus lauter schlechter Laune in den Krieg.“

Klingt total logisch für mich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,656007-2,00.html

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Redensnobelpreis 2009 nochmal

Das trifft’s irgendwie:

There is the sense that he has won simply by not being George W. Bush. Effete Europe is congratulating rowdy America for cleaning up its act and not bringing guns to the dinner table.

http://swampland.blogs.time.com/2009/10/09/no-peace-no-prize/?xid=rss-topstories#ixzz0TSEJo5Ow

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Zwei Zitate aus demselben SPON-Artikel zu Obamas Wahlsieg-Kommentar:

„Steinmeier schätzt Obama sehr, aber auch ein amerikanischer Präsident ist kein Prophet“, sagte ein Vertrauter des Außenministers. Wer Bundeskanzler werde, „entscheiden immer noch die deutschen Wähler.“

Obamas plötzliche Merkel-Begeisterung ist ein schwerer Rückschlag für Wahlkämpfer Steinmeier, der sich seit langem um eine gute Beziehung zum in Deutschland so populären Präsidenten bemüht. Anders als Merkel unterstützte er einen Auftritt des Präsidentschaftskandidaten am Brandenburger Tor im Juli 2008.

Jaja, erst im amerikanischen Wahlkampf die Demokraten unterstützen und sich dann über amerikanische „Einmischung“ im deutschen Wahlkampf beklagen. Hoffentlich bekommt die SPD im September so richtig eins auf den Deckel…

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Krümmel Störfall

Man vergleiche, was passiert ist mit dem, was gerne daraus gemacht wird. Peinliche Schlammschlacht.

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