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Archive for the ‘Spott’ Category

Materialien:

  • 1 großer, leerer Karton (z.B. vom IKEA Kleiderschrank „Elga“)
  • 50 Packungen Bleigießen
  • 20-30 Feuerzeuge

Bauanleitung:

Einfach das Blei mit den Feuerzeugen erhitzen und schichtweise auf den Karton auftragen. Danach abkühlen lassen. Der Atomschutzbunker „Germania“ ist zu 100% erdbebensicher und damit auch für das anscheinend stark erdbebengefährdete Deutschland geeignet. Der Bunker bietet Platz für 2 bis 3 panische Grünen-Wähler_Innen.

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Was will uns dieser Artikel sagen? Der Leser erfährt, daß Frankreich äußerst emissionsarm Energie produziert. Aber:

Allerdings spielt Paris die Musterrolle nur deshalb, weil das Land beinahe ausschließlich auf Atomkraft setzt: 85 Prozent der Stromerzeugung werden von 58 Meilern des Elektroproduzenten EDF produziert – Frankreich ist eine durch und durch nukleare Nation.

Und:

Und genau das wird ihr jetzt zum Verhängnis.

Wieso? Wer jetzt zuerst denkt (so wie ich), daß die AKWs in Frankreich daran Schuld sind, irrt. Zur Erklärung: In Frankreich kümmert sich das Wetter nicht um die aktuelle katastrophale Erderwärmung (Merke: Wetter != Klima). Es gibt eine Menge Kälte und Schnee, und in Frankreich wird gern mit Strom geheizt, also gibt es gerade Importbedarf. Der Strombedarf wäre genauso hoch, falls Frankreich statt AKWs Kohlekraftwerke verwenden würde.

Also was will uns SPON hier vermitteln?

  1. Häme über den unzuverlässigen Atomstrom: „Ein knappes Dutzend AKWs sind derzeit wegen Wartungsarbeiten nicht am Netz, mehrere „kleine Störfälle“, zuletzt im südlichen Departement Ardèche, sorgten für Ausfälle.“, man beachte die Anführungszeichen bei kleine Störfälle, wahrscheinlich waren es eigentlich Kernschmelzen, denn in AKWs gibt es nie kleinere Störfälle, immer nur GAUe.
  2. Häme über Frankreich? Wie dumm die „Atomstrom-Nation Nummer 1“ doch ist, man „… macht ernsthaft die harsche Kaltluftfront für die „gespannte Lage“ verantwortlich“
  3. Der Spiegel will einmal kurz unfaßbare Frankreichkenntnisse dokumentieren („sieht die akute Lage der Grand Nation düster aus“); eine Lesart,  die sich aber durch den Schreibfehler an der falschen Stelle aber schon sofort wieder erledigt.

Und das war dann wohl mal wieder nix mit dem guten Journalismus.

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Der „Held“ der arabischen Straße und europäischer Bush-Hasser erntet was er selbst gesät hat. Süße Gerechtigkeit.

Es bleibt allerdings dabei: Für einen Nationalsport ist die Trefferquote der arabischen Partizipanten erschreckend gering.

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Pitzke 2.0

Nach fast einem Jahr Obamamania ist Spiegel Online wieder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Aus dem vor wenigen Monaten noch vergötterten Messias und Anti-Bush Barack Obama wurde nun innerhalb kürzester Zeit der „Klimakiller Obama“.

Guantanamo ist noch offen. Amerikanische Soldaten stehen noch immer im Irak und in Afghanistan. Obamas Strategie in Bezug auf den Iran und Nordkorea scheint keine Früchte zu tragen. Alles egal. Sein Vergehen ist etwas viel Schlimmeres:

Als „Weltbürger“ hat Barack Obama sich inszeniert, als er im Sommer 2008 im Berliner Tiergarten eine viel beachtete Rede hielt. Doch diesen Anspruch hat der US-Präsident nun verraten. Er hat die Europäer damals schlicht belogen. Denn das wichtigste Thema für einen Weltbürger an der Spitze der USA, die Sucht seines Landes nach fossiler Energie und die Risiken eines ungebremsten Klimawandels, hat Obama seither als nachrangig behandelt.

Verrat an den edlen Europäern. Und dann auch noch in Verbindung mit dem Klimawandel. Dem allergrößten aller Probleme dieser Welt. Dem heiligen Gral aller Gutmenschen dieser unserer deutschen Republik. Da hört der Spaß natürlich auf. Und deshalb darf Christian Schwägerl in bester Marc-Pitzke-Manier den Anti-Amerikanismus aus der guten alten Bush-Ära wieder ausleben. Und er führt uns endlich wieder vor Augen, wie barbarisch und unzivilisiert diese Amerikaner im Vergleich zu uns selbstlosen und hochintellektuellen Europäern sind.

Dabei deckt er so einiges auf:

Die Reform der Krankenversicherung und andere innenpolitische Themen waren ihm weitaus wichtiger als die globalen Umweltgefahren.

Die Amerikaner legen mehr Wert auf innenpolitische als auf außenpolitische Themen? Gute Güte! Das würden wir Deutschen uns niemals erlauben. Wir opfern sogar jederzeit ein paar „Opelaner“ um Arbeitsplätze in England oder Spanien zu erhalten.

Obama erweist sich als unfähig, die Lebenslügen seines Landes zu beenden, sich über die tief im Wirtschaftssystem verwurzelten Lobbyisten der Öl- und Kohleindustrie hinwegzusetzen und seinen Landleuten den Spiegel vorzuhalten: Sie sind die schlimmsten Energieverschwender des Planeten und damit indirekt eine große Gefahr für den Weltfrieden im 21. Jahrhundert.

Zudem gefährden die Amerikaner auch unseren Weltfrieden. Nicht islamistische Terroristen, nicht das militärisch aufstrebende China, nicht der iranische Griff nach der Atombombe – nein, es ist der amerikanische Hummer-Fahrer, der die Zukunft unserer geliebten deutschen Kinder gefährdet. Die Amerikaner vergiften unsere Brunnen, indem sie Kopenhagen torpedieren. Und das auch noch mutwillig. Die Chinesen ignorieren wir einfach mal…

Daher steht eindeutig fest: Sollte Kopenhagen scheitern und es nicht gelingen einen halbseidenen Kompromiss zu erreichen der keine wirklichen Verbesserungen bringt, der aber dafür sorgt dass sich unsere GrünenwählerInnen abends beruhigt in ihre Hanfsäcke einrollen können – ja, dann werden wir alle sterben. Sofort.

Meine Vermutung: Entweder ist Obama tatsächlich George W. Bush mit etwas Schminke im Gesicht, oder Christian Schwägerl ist einer dieser heuchlerischen deutschen Oberlehrer-Möchtegern-Intellektuellen die aufgrund des durch die Wahl eines schwarzen Präsidenten in den USA ausgelösten Schocks für ein paar Monate ihren renitenten Amerika-Hass vergessen haben und es aber einfach nicht schaffen ihren Hass auf jemanden umzuleiten der es  wirklich verdient. Ich tippe auf Letzteres.

Mehr dazu: Auch Der Lindwurm amüsiert sich über den Auftritt des deutschen Oberlehrers Schwägerl. Köstlich!

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Die chinesische KP ist ja mittlerweile für ihr übermäßig verzerrtes Geschichtsbild allgemein berühmt bis berüchtigt. Besonders das von der Partei geförderte Wiederaufleben des chinesischen Nationalismus in Form eines ausgeprägten Han-Chauvinismus hat die Tendenz zur Geschichtsklitterung weiter verstärkt. Die Ergebnisse dieser rein auf das Überleben des KPCh-Regimes ausgerichteten Verfälschung nationaler und internationaler Geschichte sind bisweilen so bizarr, dass sie wohl nur von eingefleischten chinesischen Nationalisten oder Links- und Rechtsextremisten im Westen für voll genommen werden können.

In ihren (wenigen) Berichten über das 20-jährige Jubiläum des Mauerfalls wurde der Schwerpunkt auf das Thema „nationale Wiedervereinigung“ gelegt. Ein Wink an das demokratische Taiwan, das man möglichst schnell wieder an das chinesische „Vaterland“ anschließen möchte. Die Themen „Freiheitskampf“ und „Fall des Kommunismus“ wurden komplett ausgeblendet. Wer sich Geschichte auf diese Art und Weise anschaut (bzw. anschauen muss), der kann daraus natürlich keine nützlichen Schlüsse ziehen (und soll dies  auch gar nicht tun).

Anlässlich des bevorstehenden China-Besuchs von US-Präsident Obama wird nun auch noch die Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs uminterpretiert und für nationalistische Propaganda in Beschlag genommen. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Qin Gang, verkündete das Folgende, ohne dabei eine Miene zu verziehen und ohne jegliches Anzeichen von Scham:

„Obama has said in a speech that without the efforts of Lincoln he would not have been able to reach his position,“ Qin said. „He is a black president, and he understands the slavery abolition movement and Lincoln’s major significance for that movement.“

Qin said China’s position is similar to Lincoln’s when the nation abolished serfdom in Tibet.

China ist also gleich Abrahm Lincoln. Vielen Dank, liebe KPCh. Da haben wir ja wieder was gelernt. China steht außerdem noch für dasselbe wie die folgenden Persönlichkeiten: Winston Churchill, David Hasselhoff, der französische Widerstand, Mutter Theresa, Robin Hood, Sankt Martin und Jesus Christus. Der Dalai Lama dagegen ist gleichbedeutend mit Darth Vader, Hitler, dem Teufel, dem Superteufel, Gargamel und der Hexe aus Hänsel und Gretel.  Damit sollte uns dummen Westlern nun endlich mal klar sein, wie toll und gütig die große KPCh in Wirklichkeit ist. Amen.

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Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama für „his extraordinary efforts to strengthen international diplomacy and co-operation between peoples“. Das ist seltsam, um es mal freundlich auszudrücken. Obama ist noch nicht einmal ein Jahr lang im Amt. Zudem haben seine diplomatischen Bemühungen noch keinerlei Früchte getragen. Der Iran bastelt weiter an der Atombombe, Nordkorea zeigt keinerlei Anzeichen seine aufzugeben und der Dicke von Caracas wettert weiterhin gegen das Imperium. George W. Bush hat in meinen Augen deutlich mehr geleistet. Aber vermutlich war über die Hälfte des Auswahlkommitees mit Angehörigen der deutschen Obama crowd besetzt. Oder es wurde dieses Jahr ausschließlich durch die Spiegel Online-Redaktion abgestimmt.

Ich hätte den Preis in diesem Jahr an den chinesischen Präsidenten Hu Jintao vergeben. Für Chinas Beiträge zur Schaffung einer harmonischen Welt, insbesondere in Darfur, Simbabwe und Burma. Der russische de facto-Präsident Vladimir Putin wäre natürlich auch ein Kandidat, für seine Bemühungen den globalen Frieden durch das Reiten mit nacktem Oberkörper zu fördern. Oder eben Obama…

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Abweichlerin Frau Everts sollen die Beine abfaulen.

Ulrike Nissen, SPD-Direktkandidatin für den Bundestag aus Frankfurt auf einem Unterbezirksparteitag über Carmen Everts. Klingt sympathisch. In einer solchen Partei wäre ich gerne Mitglied. Da gehts zu wie zu Maos besten Zeiten in Yan’an.

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