Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat kurzfristig ein Treffen mit dem Dalai Lama angekündigt. Damit tut sie es Bundeskanzlerin Merkel gleich, die die übliche diplomatische Belästigung durch die chinesische Botschaft in Berlin ebenfalls durch eine relativ kurzfristige Bekanntgabe ihres Treffens mit dem Dalai Lama umgangen hat. Stündliche Anrufe chinesischer Diplomaten, sobald auch nur ein deutscher Politiker die Worte Dalai Lama oder Taiwan in den Mund nimmt, stören nämlich das Tagesgeschäft. Die Chinesen selbst würden das bei sich ”Einmischung in innere Angelegenheiten” nennen.
In der SPD melden sich auch nun schon die ersten “Panda-hugger“, die vor dem Zorn der leicht zu erzürnenden chinesischen KP warnen:
Die Drähte zu Peking dürften jetzt nicht unnötig belastet werden, mahnte Außenminister Steinmeier (SPD). China habe nicht zuletzt Einfluss auf das benachbarte Regime in Burma und könne am ehesten dafür sorgen, dass die internationalen Hilfsgüter die Wirbelsturmopfer endlich erreichen.
Genau. Wenn eine deutsche Ministerin den Dalai Lama trifft, dann bekommen die burmesischen Sturmopfer weniger internationale Hilfe. Wenn das mal kein ordentliches Erpressungspotential ist… So ein Blödsinn! Das ist typisch für die SPD: Einerseits fordert sie die chinesische Regierung auf mit dem Dalai Lama zu sprechen, andererseits weigert sie sich selbst dasselbe zu tun. Andererseits weiß man ja schon seit längerem nicht mehr, wofür die SPD eigentlich steht. Weder in der Außen-, noch in der Innenpolitik. Dass ausgerechnet Frau W.-Z. (von der ich kein großer Fan bin) diesen Schritt wagt, das hat mich dann doch ziemlich überrascht.
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Na, das finden wir jetzt aber komisch, oder nicht? Klimasimulationen, die es in den IPCC-Klimabericht geschafft haben, fanden CO2 als entscheidenden Auslöser des Klimawandels. Nun haben Arne Micheels und Michael Montenari probiert, das Weltklima der Vergangenheit zu simulieren (was eigentlich einfacher sein sollte als Voraussagen für die Zukunft zu treffen). Es ging darum, das Klima des Proterozoikums zu simulieren (vor etwa 2 Milliarden Jahren), an dessen Ende der gesamte Planet mutmaßlich völlig vereist war. Antwort: immer noch unklar, aber wie auch immer man es anstellt: CO2 scheint als Parameter keine Rolle zu spielen:
Überraschend ist noch ein anderes Ergebnis. In den verschiedenen im Computer berechneten Szenarien setzte die weitgehende Vereisung nämlich unabhängig von der Konzentration des Kohlendioxids in der Atmosphäre ein. Sowohl unter dem vorindustriellen Wert von 280 ppm (Teilen pro Million) als auch mit einer hohen Kohlendioxid-Konzentration von 510 ppm führten die Modellrechnungen stets zu einer weitgehend vereisten Erde.
Es gibt übrigens keine Hinweise, daß die Verfasser von der US-Ölindustrie bestochen wurden.
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Wann lernen die Leute endlich, einen Ehevertrag aufzusetzen, damit mann am Ende nicht noch mit 68 wieder losrennen muß und Kohle ranschaffen, damit die Ex-Frau 5000 GBP wöchtenlich für Geschenke ausgeben kann? Und warum fühlen sich so viele Frauen berechtigt, ihre Ex-Männer auszunehmen, wie eine Weihnachtsgans? Und weshalb ist es eigentlich so, daß für jede noch so dämliche Forderung mindestens ein Anwalt bereit steht, der jeden noch so dämlichen Mandanten vertritt?
John-”Don’t mention the war!”-Cleese ist demnächst ein armer Mann. Die ganze Komik der Geschichte:
http://www.dailymail.co.uk/pages/live/femail/article.html?in_article_id=562067&in_page_id=1879
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Hier mal ein gelungenes Beispiel für wertfreies Vokabeltraining à la THE CHINA:

Gefunden bei Dict.cn.
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Taiwan und China liefern sich einen bizarren Wettlauf um diplomatische Anerkennung durch die Mini-Inselstaaten im Pazifischen Ozean. Für die Chinesen sind (neben dem Hauptziel die Taiwaner diplomatisch zu isolieren) auch noch die Bodenschätze in der Region interessant. Die Inselstaaten erteilen die diplomatische Anerkennung dann natürlich entsprechend der Größe des Sportstadions oder des neuen Parlamentsgebäudes, das sie für ihren Wechsel bekommen. Und man kann ja auch öfter wechseln. Beim Versuch Papua Neu-Guinea mal wieder zur diplomatischen Anerkennung Taiwans zu bewegen (PNG erkannte Taiwan 1999 für ganze drei Tage diplomatisch an und beendete die Anerkennung nach dem Erhalt taiwanischer “Finanzhilfen” und einem Regierungswechsel sofort wieder) verschwanden nun 30 Millionen US-Dollar. Das taiwanische Außenministerium hatte zwei Privatleuten das Geld anvertraut, nachdem diese versichert hatten mit PNG einen Deal zur erneuten Aufnahme diplomatischer Beziehungen aushandeln zu können. Jetzt sind 30 Millionen Dollar taiwanischer Steuergelder futsch, einer der beiden “Amateurdiplomaten” ist mysteriöserweise verschwunden (er wurde angeblich in Shanghai gesehen) und der taiwanische Außenminister ist (zu Recht) beschämt. Wenn seine Regierung in ein paar Tagen nicht sowieso aus dem Amt scheiden würde, müsste er wohl mit seiner Entlassung rechnen.
Anstatt die Steuergelder ihrer Bürger so fahrlässig an pazifische Pseudostaaten zu verschleudern, sollten sich taiwanische Regierungen wohl besser in Imagekampagnen im Westen (Soft Power, als Demokratie hat Taiwan hier einen Vorteil gegenüber dem autokratischen, Tibeter-unterdrückenden China), die Förderung der taiwanischen Tourismusbranche und die Modernisierung des taiwanischen Militärs stecken (angesichts der wachsenden kommunistischen Bedrohung). Dann würde man sich auch solche Peinlichkeiten ersparen die allenfalls einer Bananenrepublik würdig sind, und nicht einer jungen und wohlhabenden Demokratie wie Taiwan.
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Jedes Jahr das gleiche Bild: In der Walpurgisnacht und am ersten Mai prügelt sich der radikale Bodensatz der deutschen Gesellschaft. Links- und Rechtsextreme Gewalttäter schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein - als ob irgendwas Wichtiges dabei kaputtgehen könnte. Nun hätte sicherlich niemand etwas dagegen, wenn die Chaoten sich im Stile einer Gladiatoren-Reality-TV-Show in exotischen Umgebungen gegenseitig abmetzeln würden, aber in unseren Innenstädten und auf unseren Maifesten sieht man es eher ungern. Außerdem liegt es mal wieder an der Polizei sich die Hände schmutzig zu machen. Das Leben von Polizisten und Passanten wird durch Steinwürfe und gewalttätige Angriffe bedroht. Nur wenige der Täter können verhaftet werden. Wenn dann Nazis auch noch Regionalzüge “kapern” und Journalisten angreifen können, dann zeigt dass, dass etwas nicht stimmt.
Die Polizei verfügt über zu wenig Personal und anscheinend auch über zu wenig Rechte um das Leben ihrer Beamten und der deutschen Bürger ausreichend schützen zu können. Anscheinend ist sie nicht in der Lage, effektiv gegen die linken und rechten Demokratiefeinde vorzugehen. Sicherlich nehmen viele “nur” aus Freude an der Gewalt oder im volltrunkenen Zustand an solchen Krawallen teil. Da ihre Aktionen jedoch Leben gefährden, sollte man auch entsprechend hart gegen sie vorgehen und sie für die von ihnen begangenen Verbrechen bestrafen. Gewalttaten am 1. Mai sind kein Kavaliersdelikt.
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Erfolg hat man mit Chinesen nicht, wenn man ihnen bedingungslos schmeichelt, sondern nur, wenn man sie konsequent an ihren Interessen packt.
Irgendwie hat es Eberhard Sandschneiders Werk “Globale Rivalen - Chinas Aufstieg und die Ohnmacht des Westens” geschafft, sich seit seinem Erscheinen im März des vergangenen Jahres vor mir zu verstecken. Erst durch seine Erwähnung bei unseren Freunden von Xinhua bin ich auf ihn und sein Buch aufmerksam geworden. Die gewohnt “selektive Zitierweise” von Xinhua (immer nur den ersten Halbsatz vor dem ‘aber’ zitieren) ließ Übles vermuten. Sandschneider, seines Zeichens Otto-Wolff-Direktor des Forschungsinstitutes der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Professor an der Freien Universität Berlin, bietet mit seinem Buch jedoch eine erfrischend differenzierte und realistische Einschätzung der momentanen Entwicklung in China. Eine ausführlichere Rezension des Buches gibt es hier.
Wer mit chinesischen Nationalisten, fortschrittsfreundlichen KP-Apologeten und protektionistischen “Globalisierungsgegnern” erfolgreich diskutieren möchte, der wird in “Globale Rivalen” nützliche Argumente finden.
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Tja, das ist die Frage: Was ist ein Riesenreich? Ich habe es heute in einem Spiegelartikel gelesen. “…allein in den letzten vier Jahren 20 private Fluggesellschaften in dem Riesenreich neu hinzugekommen.” Und ich wußte nicht, was das ist. Also habe ich die “Define-Funktion” von Google verwendet, die normalerweise alles mögliche an Definitionen rausrückt. Nur hier streikt sie. Es gibt laut LEO kein Englisches und kein Chinesisches Wort dafür. Stattdessen wird man gefragt, ob man vielleicht “wiesenreich” meint. Was zum Henker ist “wiesenreich”? Aber egal. Das ist vielleicht Stoff für einen Folgeartikel. Andere Sprachen geben dieses Wort also nicht her. Wikipedia kennt es nicht. Google kennt keine Definitionen.
Die Suche nach “Riesenreich” alleine gibt aber viele Treffer, die fast immer etwa etwas mit China zu tun haben, z.B. “Das Riesenreich erobert den globalen Textilmarkt.” oder “Gute Zeiten für Minengesellschaften, die im Riesenreich aktiv sind. … Übertrumpft wird das Riesenreich nur von Indien”. Aha. Indien ist also kein Riesenreich. China schon. Dann kann es ja nichts mit der Bevölkerungsmenge zu tun haben. Vielleicht eher mit der Fläche? Ist Kanada ein Riesenreich? Kanada ist ja immerhin das zweitgrößte Land der Erde. Offenbar nicht. Google liefert nur Treffer, die auf Rußland verweisen, das offenbar ein Riesenreich ist. Vielleicht hat es was mit der Staatsform zu tun? Ich finde “14 Jahre reichen nicht aus, um ein Riesenreich in eine Demokratie zu verwandeln.” Das trifft sowohl auf Rußland als auch auf China zu. Das muß es sein. Die Suche nach Demokratie und Riesenreich liefert unter anderem “Dies liegt nicht zuletzt daran, dass in dem zentralafrikanischen Riesenreich die meisten Funktionen eines normalen Staates gar nicht existieren. Es gibt keine demokratischen Strukturen und Institutionen, nicht einmal in Ansätzen….” Also ist Kongo auch ein Riesenreich. Es hat schon etwas furchteinflößendes, dieses Riesenreich. Denken wir nicht alle bei diesem Wort an etwas Schlimmes?
Ich finde, Riesenreiche (was auch immer damit gemeint ist) haben ein Imageproblem. Riesenreiche der Welt sollten sich zusammentun und eine erstklassige Imagekampagne führen. Riesenreich soll ein “Brand” werden. Es gibt doch einige Möglichkeiten, die negative Konnotation von Riesenreich in etwas Positives zu verwandeln. So wie Shell damals mit “Wir haben verstanden!” nach der Brent-Spar-Katastrophe. Man könnte vielleicht die beliebte Schokofirma Storck engagieren. “Dieses Riesenreich wurde Ihnen präsentiert von Storck Riesen”. Denkbar wäre auch irgendwas Sympathisches, was impliziert, daß dort nur Riesen leben. Wie in Holland, die ja bekanntlich weltweit sehr beliebt sind. Oder ein Verweis darauf, daß es zwar keine Demokratie gibt, aber alle sind riesen-reich. Laßt euch was einfallen, Leute. Mehr Werbung, bitte!
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Nun, da die chinesische Regierung zur Bestürzung ihrer sich in nationalistischem Taumel befindlichen Wähler Anhänger Schäfchen doch mit der “Dalai-Lama-Clique” verhandeln will, wird sich der aufgewirbelte Staub über die schlimmen Verfehlungen westlicher Medien im Zusammenhang mit der Berichterstattung Tibet wohl auch demnächst legen. Die Zeichen stehen auf Entspannung, wie man bei intensiver Studie der Propaganda freien chinesischen Presse bereits vor etwa 10 Tagen sehen konnte.
Aber ich möchte den geschätzten Lesern doch nicht vorenthalten, wie die Inseln der Qualität in China normalerweise arbeiten. Und wie sich die lieben Milliardenscheffler, das Meer zwischen den Inseln sozusagen, dagegen so schlägt. Ein Ausschnitt aus einem Gespräch, was ich mit einem für die ARD in China tätigen Journalisten hatte:
Let me tell you a story about how ARD in China works:
The editors call the German headquarters reporting what’s going on in China. Those in german pick up topics and assign some important points, which are mostly negative. That’s okay. Then the German editors pass them on to us - the Chinese team. Who go out interviewing people and make the say what the Germans what to hear. Tricks. Then we get back to the office, play back the tapes writing down those quotes on the points. The Germans approve it. Then we cut the quotes from the tape. None of the German team in Beijing can read Chinese. The recruitment is based on the seniority principle.
The German journalists from newspapers are better, like Johnny Erling from “Die Welt” because their teams are quite small.
Nun, ich halte das durchaus für glaubhaft, auch wenn ich keine Beweise gesehen habe. Wenn aber die famose freie Presse, die unsere Grundversorgung sicherstellen soll, so arbeitet, wundern mich die haarsträubenden handwerkliche Mißgeschicke im Zusammenhang mit China nicht im geringsten.
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