März 12, 2011 von mrpresident
Die verheerende Erdbebenkatastrophe in Japan hat erwartungsgemäß (und innerhalb kürzester Zeit) eine ganze Reihe deutscher Polit-Hyänen auf den Plan gerufen. Atomkraftgegner von ganz Links bis christlich-grün bemühen sich nach Kräften das Leid der Japaner für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Schließlich hatte man es seit Tschernobyl auch ziemlich schwer das eigene panische Hyperventilieren auf einem einigermaßen hohen Niveau zu halten. Jetzt sehen die Hyänen endlich wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Auch wenn dabei erneut deutlich wird, dass diesen Gutmenschen ihre ideologischen Überzeugungen so viel mehr wert sind als die Bemühungen zur Rettung von Menschenleben.
Dazu ein Zitat von Kurt Beck:
“Ich will nicht mit einer so schlimmen Katastrophe Politik machen. Aber gerade unter dem Eindruck eines solchen Risikos wünschen sich wohl alle vernünftigen Menschen ganz dringend, das es beim Ausstieg aus der nicht beherrschbaren Kernkraft bleibt.”
Aber andererseits ist ja gerade Wahlkampf und da heiligt der Zweck bekanntermaßen die Mittel.
Update 13.03.:
Neckarwestheim zum Beispiel sei “nicht ausreichend gegen eine Kernschmelze abgesichert und liegt in einem Erdbebengebiet”, so Trittin.
Unglaublich. Es könnte also auch Deutsche_Innen treffen… Schnell Grün wählen!
Immer noch nicht überzeugt? Bundesbetroffenheitsministerin Claudia Roth legt nach:
Aus unserer Sicht darf dieser Vorfall in Japan jetzt nicht für den Wahlkampf in Baden-Württemberg benutzt werden. Aber…
(Das vollständige Plädoyer von Claudia Roth gegen die Instrumentalisierung der Erdbebenkatastrophe in Japan für den Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg finden sie hier.)